Kita Europaviertel erhält 1.000 Euro und Holzroboter zur Ausweitung des MINT Angebots

Kita Europaviertel erhält 1.000 Euro und Holzroboter zur Ausweitung des MINT Angebots
Kita Europaviertel erhält 1.000 Euro und Holzroboter zur Ausweitung des MINT Angebots | Bild: Stadt Wiesbaden

Am Donnerstag, den 5. März, hat die städtische Kindertagesstätte Europaviertel eine Spende in Höhe von 1.000 Euro entgegengenommen. Die Zuwendung der netorium AG ist für die qualitative Weiterentwicklung der bestehenden Holz und Töpferwerkstatt zu einem MINT Labor vorgesehen. Zusätzlich erhielt die Einrichtung einen aus Holz gefertigten Lernroboter der Marke Cubetto, der von der Firma Moravia Consulting zur Verfügung gestellt wurde.

Spende und Sachzuwachs

Die finanzielle Unterstützung resultiert aus der Aktion We love MINT, mit der netorium auf der Plattform LinkedIn Interaktionen sammelte. Aus den Beiträgen der Kampagne kamen 680 Euro zusammen. Das Unternehmen stockte den Betrag auf 1.000 Euro auf. Moravia Consulting stellte nach eigenem Entschluss ergänzend den Cubetto Lernroboter bereit. Der Roboter ermöglicht Kindern ab drei Jahren einen bildschirmfreien Einstieg in elementare Programmierkonzepte.

Bei der Übergabe waren Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher, Vertreterinnen und Vertreter der Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege, Mitglieder des Fördervereins, die stellvertretende Kitaleitung und Verantwortliche des beteiligten Unternehmens anwesend.

MINT Schwerpunkt der Einrichtung

Die Kita Europaviertel verfolgt seit mehreren Jahren einen klaren MINT Schwerpunkt. In der Einrichtung werden 147 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in sieben Gruppen betreut. 29 Mitarbeitende begleiten den Alltag. Die pädagogische Arbeit orientiert sich am Freinet Konzept, das Lernen an Alltagssituationen anknüpft. Kinder beobachten, experimentieren, stellen Fragen und entwickeln gemeinsam Lösungen.

Seit 2014 läuft in Kooperation mit Martin Hezel das Projekt Der Rote Koffer. Handwerkliche Tätigkeiten wie Sägen und Hämmern werden dort mit frühen informatischen Bildungsangeboten verknüpft. Beispiele aus dem Kita Alltag sind unter anderem ein Parkour für die Logo Maus, selbst gebaute Toniboxen und kleine Experimente mit Elektronik. 2020 wurde die Einrichtung erstmals als Haus, in dem Kinder forschen zertifiziert. Weitere Zertifizierungen folgten in den Jahren danach.

Statements und Begründungen

Peter Frantz, Vorstand der netorium AG, begründete das Engagement mit der Haltung des Unternehmens zur Technologie: Für netorium sei Technologie mehr als ein Job und werde mit Leidenschaft betrieben. Diese Freude am Neuen und an technischen Lösungen wolle man teilen und damit Chancen eröffnen. Friederike Herrmann aus dem Marketingteam bezeichnete die We love MINT Kampagne als Herzenssache, mit der das Interesse für naturwissenschaftliche Fächer gefördert werden solle.

Dr. Patricia Becher hob hervor, dass frühe MINT Bildung Chancengleichheit und Zukunftskompetenzen stärke. Kinder gewännen Selbstvertrauen, wenn sie Fragen stellten, Zusammenhänge erkannten und eigene Lösungen entwickelten. Sie dankte den unterstützenden Unternehmen und betonte die Verantwortung von Firmen, in Bildung zu investieren.

Ausblick und Vernetzung

Die Spende soll in einen modularen Ausbau des vorhandenen Werkstattbereichs fließen. Ziel ist eine stärkere Ausrichtung auf forschendes Lernen und mehr Möglichkeiten für Kinder, naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen selbstständig zu erkunden. Die neuen Angebote sollen schrittweise in den Kita Alltag integriert werden. Perspektivisch ist vorgesehen, Materialien auch anderen Einrichtungen zugänglich zu machen, so dass das Angebot über die einzelne Einrichtung hinaus wirken kann.

Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Netzwerkpartnerschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der Stiftung Kinder forschen. Seit Januar 2025 ist die Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege Teil des regionalen Netzwerks Wer? WI? Was? Kinder forschen in und um Wiesbaden. Über dieses Netzwerk erhalten pädagogische Fachkräfte Fortbildungsangebote und Einrichtungen können Zertifizierungen anstreben.

Nach der formellen Übergabe werden die nächsten Planungsschritte für das MINT Labor konkretisiert und in Abstimmung mit dem Team der Kita umgesetzt.

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